Ein moderner Bodenbelag sollte nicht nur langlebig und strapazierfähig sein, sondern auch gut aussehen und für eine wohnliche Atmosphäre sorgen. Fliesen mit Holzoptik erfüllen diesen Zweck und empfehlen sich für Böden sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. In Bad oder Küche eignet sich dieser Bodenbelag besonders gut, denn er hält Feuchtigkeit besser aus als ein echter Holzboden. Außerdem überzeugen Fliesen in Holzoptik nicht nur als Bodenbelag, sondern verleihen als Arbeitsplatten-Belag oder Wandfliese im Duschbereich ein stilvolles Ambiente.
Alles Wichtige, was man über diese moderne Form des Bodenbelags wissen muss, haben wir in diesem Artikel zusammengestellt.
Positive Eigenschaften des Fliesenbodens in Holzoptik
Fliesen in Holzoptik vereinen die Vorteile des robusten Bodenbelags mit dem von weniger strapazierfähigen Holzböden: Sie überdauern Jahrzehnte, lassen sich gut reinigen und tragen dennoch zu einer anheimelnden Atmosphäre in Wohnbereich, Küche oder Badezimmer bei. Besonders gut passen sie zu einer Raumgestaltung im Landhausstil, der dank Fliesen in Holzoptik sogar im ansonsten eher kühl wirkenden Badezimmer Einzug halten kann. Ein großes Angebot unterschiedlicher Fliesen mit Holzoptik findet sich sowohl in gut sortierten Baumärkten als auch bei Spezialanbietern für Bodenbeläge.
Da die Fliesen in Holzoptik eine bessere Wärmeleitung aufweisen als ein „echter“ Holzboden, eignen sie sich außerdem ausgezeichnet für eine Fußbodenheizung. Feuchtigkeit, UV-Bestrahlung und Kratzer können dem Fliesenboden nichts anhaben. Er belohnt die Bewohner mit Langlebigkeit und extremer Robustheit ohne Farbveränderungen oder Verwerfungen, wie sie bei einem Holzboden auftreten können.
Fliesen als Bodenbelag: robust und preiswert
Ein weiterer Pluspunkt besteht darin, dass der Fliesenboden in Holzoptik im Sommer eine angenehme Kühle ausstrahlt, wohingegen ein Bodenbelag aus Holz eher wärmend ist. Für viele Verbraucher sind die Kosten ebenso wichtig, denn ein Fliesenboden in Holzoptik ist deutlich günstiger als hochwertige Holzböden oder dementsprechendes Parkett.
Auch bei der Reinigung ist weniger zu beachten als bei einem Holzboden, da hier sowohl Reiniger als auch Wasser dem Boden nichts anhaben können. Holzoptik-Fliesen vereinen somit die positiven robusten Eigenschaften der Fliese mit dem warmen, gemütlichen Ambiente eines Holzbodens.
Das Schöne: Niemand sieht auf den ersten Blick, dass es sich bei diesem Bodenbelag nicht um echtes Holz, sondern um Fliesen handelt. Daher lässt er sich ideal mit rustikalen Möbeln wie etwa einem Massivholzbett, Wand- und Deckenverkleidungen aus Holz oder auch Holzfenstern kombinieren.
Nachteile des Fliesenbodens
Natürlich ist ein Fliesenboden in Holzoptik Geschmackssache. Wer sich unbedingt echtes Holz wünscht, wird kaum einen Fliesenboden wählen. Hinzu kommt, dass der Bodenbelag wesentlich härter ist als Laminat, Parkett oder ein anderer Echtholzboden, was einige Menschen als störend empfinden. Es ergibt sich einfach nicht das wohlige, gemütliche Gefühl, auf echtem Holz zu laufen.
Auch ist ein Fliesenboden kälter als der warme Holzfußbodenbelag, eignet sich dadurch jedoch besser für eine Fußbodenheizung. Ist der Fliesenboden nicht professionell verlegt, kann es zudem vorkommen, dass sich Fugen nach ein paar Jahren weiten.
Was ist beim Verlegen von Fliesen in Holzoptik zu beachten?
Im Stil der modernen Einrichtung werden Fliesenböden immer begehrter, jedoch möchten viele auf eine Holzoptik nicht verzichten. Fliesen in Holzoptik verbinden beides und werden daher immer beliebter. Beim Verlegen eines solchen Bodenbelags ist im Grunde auf alles zu achten, was auch bei herkömmlichen Fliesen wichtig ist. So sollte etwa der Untergrund sauber und eben sein, der alte Bodenbelag ist zuvor komplett zu entfernen. Ein spezieller Haftgrund sorgt für den nötigen Halt, bei Rissen oder Unebenheiten auf dem Untergrund ist ein Gittergewebe zu verlegen und der Boden mit Ausgleichsmasse anzuebnen.
Bei der Verlegung ist auf das Dekor und die Maserung der Fliesen zu achten. Am besten ist es, die Fliesen im Viertelverband oder Fischgrätenmuster zu verlegen. Dies schafft später ein authentisches Aussehen der Fliesen. Das Verlegen erfolgt mit herkömmlichem Fliesenkleber, wobei Fugen entweder komplett zu vermeiden oder aber mit Silikon abzudichten sind. Gegenüber herkömmlichen Fliesen sollte nach Möglichkeit ohne Fugen gearbeitet werden, damit die Holzoptik optimal erreicht wird. Wenn es nicht anders geht, sind die Fugen möglichst schmal zu halten.
Achtung: Nur handwerklich erfahrene bzw. geübte Menschen sollten aufgrund der beschriebenen Anforderungen Fliesen in Holzoptik selbst verlegen. Gerade das Vermeiden von Fugen erfordert ein sehr präzises und professionelles Arbeiten und entsprechendes Werkzeug.
Sind Fliesen in Holzoptik teurer als herkömmliche Fliesen?
Fliesen in Holzoptik sind im Durchschnitt etwas teurer als einfache, herkömmliche Keramikfliesen, da ihre Herstellung deutlich aufwendiger ist. Um die realistisch wirkende Maserung, Haptik und Struktur von echtem Holz nachzubilden, kommen meist hochwertiges Feinsteinzeug und moderne Digitaldruck- bzw. Prägeverfahren zum Einsatz. In Zahlen heißt das: Einfache Standardfliesen gibt es ab etwa 10 bis 15 Euro pro Quadratmeter, gute Holzoptik-Fliesen liegen meist im Bereich von 25 bis 45 Euro pro Quadratmeter.
