Sicherheit und Gesundheit für Kinder: Es fängt bei den Möbeln an!

Mädchen spielt in ihrem Kinderzimmer
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Beim Kauf von Kindermöbeln wird vieles falsch gemacht. Nicht wenige Eltern sehen die Einrichtung eines Kinderzimmers mit Erwachsenenaugen, also rein praktisch und nüchtern. Dabei haben Kinder ganz besondere Bedürfnisse, deren sich die wenigsten Eltern wirklich bewusst sind. Außerdem kommt hinzu, dass Kinder meistens schon nach ein- bis zwei Jahren ihren aktuellen Möbeln entwachsen sind und dann schon wieder ein Neukauf ansteht. Aus diesem Grund möchten viele Eltern möglichst preiswerte Kindermöbel kaufen und machen sich weniger Gedanken um Qualität und Anspruch der Einrichtung.

Dabei gibt es heute viel elegantere Lösungen, z. B. die „mitwachsenden“ Kindermöbel. Hierbei wird die Einrichtung nur einmal gekauft und lässt sich nach und nach den veränderten Bedürfnissen des heranwachsenden Kindes anpassen. So gibt es u. a. Betten, die sich in der Länge verstellen lassen und bei denen man die Sicherheitsgitter ganz einfach abnehmen kann. Ebenso bieten verschiedene Hersteller heute flexible Kommoden und Schränke an, die sich in den ersten Jahren als Wickelkommode nutzen lassen und später zu normalen Schrankmöbeln umgebaut werden können.

All das trägt sowohl zum gesunden Aufwachsen als auch zur Sicherheit unserer Kleinen bei. Was sonst noch in dieser Hinsicht bei der Kinderzimmereinrichtung beachtet werden sollte, zeigen die folgenden Abschnitte.

Tipp 1: Der Schreibtisch

Ganz wichtig ist – schon in jungen Jahren – ein großer und kindgerechter Schreibtisch. Auch hier gibt es Lösungen, bei denen man die Tischplattenhöhe und –neigung stufenlos verstellen kann und sich der Tisch so der Größe des Kindes anpassen lässt. Fast noch wichtiger als der Schreibtisch ist die dazu passende Sitzgelegenheit. Da sich die Wirbelsäule eines Kindes noch in der Wachstumsphase befindet, sollte sie besonders gut unterstützt werden. In den ersten Lebensjahren werden meist Hochstühle verwendet, später bieten sich dann spezielle Kinderstühle mit vielfachen Verstellmöglichkeiten an.

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Tipp 2: Platz für Bewegung fördert die Gesundheit

Ein wichtiger Ratschlag: Auf keinen Fall das Kinderzimmer mit Möbeln und anderen Gegenständen überladen! Ein Kind braucht Platz zum Spielen und Toben und muss sich frei bewegen können. Wer nur ein kleines Zimmer für das Kind zur Verfügung hat, sollte dem Kind zuliebe platzsparende Möbel anschaffen. Dafür bieten sich z. B. klappbare Schreibtische, Hoch- oder Schrankbetten sowie Einbauschränke an, die auch aus der letzten Ecke des Zimmers noch Stauraum herausholen.

Tipp 3: Materialien mit Bedacht auswählen

Das mit Abstand wichtigste Merkmal bei Kindermöbeln ist die Sicherheit. Wenn man bedenkt, wie viele Unfälle jedes Jahr mit Kindern im Haushalt passieren, kann man gar nicht genug auf die Sicherheit von Kindermöbeln achten. Dabei wären viele diese Unfälle vermeidbar, wenn sich Hersteller und Eltern etwas mehr in die Kinder hineinversetzen würden und das Kinderzimmer danach einrichteten.

Besonders günstige Kindermöbel sind oft aus Kunststoffen hergestellt, die mit Weichmachern, giftigen Farbstoffen oder anderen äußerst gefährlichen Inhaltsstoffen versetzt sind. Daher sollte man immer Holzmöbel vorziehen. Gleiches gilt für die Auswahl von Teppichboden, Gardinen und Tapeten im Kinderzimmer. Hier können ebenfalls gefährlich Giftstoffe und Allergieauslöser lauern, die dem Kind gesundheitlich schaden.

Tipp 4: Auf Gütesiegel achten

Eine gute Orientierungshilfe für den Kauf von Kindermöbeln bieten sogenannte Gütesiegel. Anerkannte Gütesiegel sind etwa für Lacke und lackierte Oberflächen das RAL-Gütezeichen oder der blaue Umweltengel. Auch für die Funktion gibt es entsprechende Siegel, an erster Stelle steht hier das TÜV-GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit.

Tipp 5: So sieht ein sicheres Kinderbett aus

Gerade bei Gitterbetten gibt es einiges zu beachten. Das Bett sollte einen Abstand von 5 –7 cm zwischen den einzelnen Gitterstäben aufweisen, damit das Kind weder durchrutschen noch sich Körperteile in den Stäben einklemmen kann. Bei bekannten Marken wie einem Pinolino, Roba oder Paidi Kinderbett muss sich hier niemand Sorgen machen.

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Weiterhin sollten alle Ecken und Kanten des Bettes abgerundet sein. Falls das Bett fahrbar ist, müssen die Rollen feststellbar sein. Zu achten ist auch darauf, dass es keine Ritzen oder überstehende Teile am Bett gibt, in denen sich Zugbänder bzw. Kordeln von Babykleidung verfangen können. Bei Etagenbetten müssen Unter- und Oberteil fest miteinander verbunden sein. Die Leiter darf nicht lose am Bett hängen. Am oberen Bett muss zudem eine ausreichend hohe Reling angebracht sein, die ein Abstürzen des Kindes verhindert.

Tipp 6: Sicherheit von Kommoden & Wickeltischen

Wickeltische bzw. -kommoden sollten eine Arbeitsfläche von mindestens 90 x 70 cm haben. An drei oder allen vier Seiten müssen Sicherungen gegen Herunterfallen angebracht sein. Auf der Arbeitsfläche dürfen sich keine leicht lösbaren Teile befinden. Die Ecken sollten selbstverständlich abgerundet sein. Bei klappbaren Wickelkommoden dürfen Scharniere oder Arretierungen nicht vom Kind erreichbar sein, außerdem muss es eine Arretierung gegen selbstständiges Zu- oder Aufklappen geben.